Verabschiedung von unserem Leiter Rainer Opolka

Am 10.September 2026 war es nun leider soweit – wir haben unseren langjährigen Chef-Auslöser Rainer verabschiedet.
Es hat uns sehr gefreut, daß auch Herr Wegner-Repke (technischer Vorstand der WBG-Amstsfeld) und Jasmin Hartmann (Leiterin Stuckhaus) dabei waren.
Nach dem Anstoßen und ein paar Worten von Rainer, bedankte sich auch Herr Wegner-Repke für Rainers Einsatz und die sehr gute Zusammenarbeit.
Von mir gab es dann auch noch die nachfolgende Abschiedsrede im Name unseres Fotoclubs.
Anschließend gab es ein sehr leckeres Büffet, das die Genossenschaft spendierte.

Bernd Schumann

(neuer Chef-Auslöser)

Lieber Rainer,

seit 2009 stehst du nun an der Spitze unseres Fotoclubs. Wenn wir das mal ganz nüchtern in der Sprache unseres Hobbys analysieren, ist das eine Belichtungszeit von satten 17 Jahren – eine Ewigkeit, bei der jeder normale Mensch komplett verwackelt wäre. Aber du? Du stehst auch heute noch scharf und perfekt fokussiert vor uns – ohne Bildrauschen und ohne sichtbare Pixelfehler.

Nach sage und schreibe 17 Jahren legst du nun den Chef-Auslöser aus der Hand.

17 Jahre! Das ist in der Technikwelt eine Ewigkeit. Als du angefangen hast, war die „Cloud“ noch ein ganz normaler Haufen Wasserdampf am Himmel, die Megapixel-Zahl von Kameras noch einstellig und wer „ISO 3200“ eingestellt hat, hatte danach kein Foto, sondern ein digitales Sandmännchen auf dem Display. „Social Media“ hieß noch „Stammtisch“ und wer ein Bild im Hochformat gemacht hat, wurde gefragt, ob er die Kamera nicht richtig halten kann.

Du hast diesen Club 17 Jahre lang durch diverse Epochen der Fotografie gesteuert.

Du hast Überbelichtungen weggelächelt, extremes Bildrauschen bei unseren hitzigen Diskussionen gedämpft und vor allem eines bewiesen: unendliche Geduld.

Unser Club war manchmal wie ein Haufen wildgewordener Fokusfelder: Jeder rannte in eine andere Richtung.

Wenn wir uns mal wieder stundenlang die Köpfe darüber eingeschlagen haben, ob ein Bild scharf ist und an der richtigen Stelle, ob die Drittel-Regel nun Gesetz oder nur eine vage Empfehlung ist, hast du die Ruhe bewahrt und uns sanft aber bestimmt wieder auf das wesentliche fokussiert – „Hauptsache, das Bild transportiert Gefühl.“

Von Beginn an warst du unser verlässlicher Bildstabilisator und hast jede Erschütterung im Club abgefangen, egal wie stressig die Organisation der Ausstellungen, Ausflüge oder der Kalender war.

17 Jahre sind kein Pappenstiel. Das ist fast ein Fünftel Jahrhundert. In dieser Zeit sind Kameras gekommen und gegangen. Aber du bist geblieben. Du hast diesen Club zu dem gemacht, was er heute ist: Eine Familie von Verrückten, die alle dieselbe Leidenschaft teilen. Du hast deine Freizeit geopfert, hast Ausstellungen und Workshops organisiert und uns aufgebaut, wenn ein vermeintliches Meisterwerk beim Fotowettbewerb mal wieder gnadenlos zerrissen wurde. Dein Herzblut steckt in jedem Pixel dieses Clubs.

Nun ziehst du dich also aus dem Fotoclub zurück. Du gehst quasi in den kreativen Ruhestand – zumindest, was das aktive Clubleben angeht. Wir lassen dich aber nur unter einer Bedingung gehen:

Du bleibst Teil des Bildes und dieser verrückten Familie.

Wir sagen von ganzem Herzen: Danke. Danke für die fantastischen Jahre, dein Organisationstalent, deine Nerven, deine Inspiration und deine Freundschaft.

Und weil man so einen Abschied nicht mit leeren Händen feiert, haben wir natürlich auch ein passendes Überlebenspaket für deine neue Freizeit gepackt.

Wir haben uns überlegt, was am besten zu 17 Jahren Reifezeit als Clubleiter passt? – Genau, ein edler Tropfen, der mindestens genauso viel Charakter hat wie du. Deshalb überreichen wir dir heute diese Flasche Whisky.

Da wir aber genau wissen, dass du jetzt nicht 24 Stunden am Tag im Sessel sitzen und Whisky trinken wirst (auch wenn das verlockend klingt), haben wir noch etwas für deine neu gewonnene Freizeit.

Wer 17 Jahre lang einen Fotoclub managen und handzahm halten konnte, der hat bewiesen, dass er ein absoluter Macher ist. Und wo gehen Macher hin, wenn sie ein neues Projekt brauchen? Richtig: zu Hornbach.

Hier ist also dein Hornbach-Gutschein! Getreu dem Motto „Es gibt immer was zu tun“.

Für deinen neuen Lebensabschnitt wünschen wir dir allzeit das perfekte Licht, eine offene Blende für all die schönen Dinge, die jetzt kommen und einen Akku, der niemals leer wird.

Du hinterlässt riesige Fußstapfen – aber das schönste Bild, das du in all den 17 Jahren gestaltet hast, das sind wir als Club.

Auf dich!

Bernd Schumann